Jan 22

Nach den Monaten der „Ignoranz“ meiner HP durch mich, muss ich mich an regelmäßiges Schreiben erst wieder gewöhnen. Allerdings gab es auch nicht viel Neues zu berichten in den letzten 2 Wochen. In dieser Woche ging mein Gewicht erstmals ein klein wenig nach unten, und nachdem ich mich vergangenen Sonntag tatsächlich nicht auf die „Fettwaage“ im Studio getraut habe, hab ich’s dann heute durchgezogen …  und war positiv überrascht. Fett ist weniger geworden, Muskeln etwas mehr – ich bin zufrieden! Optisch sehe ich ein wenig Veränderungen in der Schulterpartie und Dirk meinte, im Rücken tut sich auch schon ein ganz klein wenig. In dieser Woche hatte ich auch zum ersten Mal etwas Hunger. Das ist ein ganz gutes Zeichen, denn nur so werden hormonelle Vorgänge in Gang gesetzt, die zum Fettabbau führen. Bisher waren meine Speicher alle noch so voll, dass ich kein Hungergefühl hatte. Ich habe viele kleine Mahlzeiten am Tag, die den Stoffwechsel anregen sollen.

Diese Woche habe ich nur 100er – Sätze trainiert. Unter der Übung könnte ich Stefan verfluchen, aber hinterher – also ca. 1h später – geht es mir prächtig und ich genieße das Gefühl, total ausgepowert zu sein. Morgen geht es wieder mit den 20ern weiter.
Letztes Wochenende konnte ich zum ersten Mal draußen laufen. Hab mein HIIT-Training als Laufintervall gemacht. Danach war ich den ganzen Tag platt, aber zufrieden. Das effektivste HIIT ist für mich ist eh laufen oder auf dem Concept 2 Ruderergometer. Da geht der Puls richtig hoch.

Nächste Woche fahren wir nach Hamburg und ich hol mir meinen Einlauf vom Coach ab, weil ich evtl. noch nicht so weit bin, wie er das vielleicht gern hätte… :-(

Ich werde also berichten… Ich wünsche allen eine schöne Woche und viel Spaß beim Sport!

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Jan 08

Hallo und Moin Moin allen Lesern und Sportbegeisterten,

euch allen wünsche ich ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012. Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtsfeiertage sowie einen angenehmen Jahreswechsel und konntet ein paar besinnliche Stunden verbringen, um Kraft zu tanken für das neue Jahr. Bei mir hat das jedenfalls ganz gut geklappt und nun steuere ich mit Volldampf in die neue Wettkampfsaison.

Der Auftakt ist gemacht: Am 02. Januar hab ich mit der Diät begonnen, seit Mitte Dezember trainiere ich nach einem Kapillarisierungstrainingsplan. Mit einem neuen Trainer arbeite ich in dieser Vorbereitung außerdem. Ich bin gespannt auf seine Ansätze, denn man kann ja nie auslernen und es macht mir immer Spaß, neue Dinge auszuprobieren.

Mein Ziel ist auf jeden Fall die Titelverteidigung. Ich bin gespannt, wie es für mich läuft und ob ich das schaffe.

Diesmal werde ich mich zum ersten Mal mit Dirk gemeinsam vorbereiten. Allerdings hat er im April und Mai noch einige dienstliche Touren auf dem Zettel, die ihm für seine Vorbereitung leider quer laufen. Ich bin gespannt, wie er es durchzieht und ob wir vielleicht in Cuxhaven sogar gemeinsam auf der Bühne stehen beim Gesamtathleten-Posedown. Da hätten wir sicher viel Spaß!

Ansonsten stehen bei mir noch ein paar Sachen mehr auf dem Zettel, die wir gemeinsam mit dem Sportstudio Hamburg planen. Mario hat mir angeboten, für sein Studio zu starten, und das hat mich ziemlich stolz gemacht. Im Sinne einer guten Zusammenarbeit werde ich mich also noch mehr ins Zeug legen und habe somit noch ein weiteres Stück Motivation gewonnen.

So, das soll es für den ersten Jahreseintrag gewesen sein. Ihr werdet nun wieder häufiger von mir auf Stand gebracht.

Ich wünsche allen einen guten Start in die zweite Woche des Jahres.

Jun 11

Ein Wort? GROßARTIG!!!!

Die Veranstaltung war wirklich phantastisch! Leider habe ich mich sehr schlecht verkauft. Wirkliche Chancen hatte ich mir eh nicht ausgemalt, aber  ich hätte besser sein können. Nach der Deutschen hab ich noch mal richtig reingeklotzt. Noch mehr Cardio (2 Stunden verteilt auf 3 Einheiten) zum Ganzkörperkrafttraining, mit den kcal bin ich auch noch etwas runter gegangen und eigentlich sah es sogar zwischenzeitlich so aus, als hätte ich meine Form noch verbessert. Dann ging allerdings der Tourmarathon los: Mittwochabend zu meinen Eltern Richtung Rostock, den Lütten abgeben. Donnerstag von dort weiter nach Bochum zum Übernachten und Freitag früh nach Bornheim, um von dort mit dem Verbandsbus nach Luxemburg zu kutschen. Das war schon anstrengend. Außerdem hatte ich ständig Hunger, sobald die Trinkmenge runter ging. Geladen hab ich diesmal mit selbst gebackenem Frühstückskuchen. Alles in allem war das Gesamtpaket für mich nicht mal semioptimal. Wieder eine Lehre für die nächste Vorbereitung. Einchecken im ersten Hotel verlief reibungslos und unser Hotel war absolut in Ordnung. Leider war es drückend heiß, so dass wir uns schnell alle auf der Terrasse wieder fanden und dann nach und nach den Lidl nebenan plünderten, um nach dem Wettkampf etwas fises zu essen im Haus zu haben, auf das man die letzten Monate komplett verzichten musste.

Samstag ging es 08:30 Uhr mit dem Bus zum Veranstaltungsort. Auch dort ging alles sehr zügig und war gut vorbereitet. 2 große Sporthallen dienten als Umkleideräume und waren optimal vorbereitet. Dann fing das große Warten an. Bei knapp 200 Athleten aus 24 Nationen dauert es halt… In meiner Klasse waren 10 Frauen. Wir waren erst gegen 14:00 Uhr dran. Bis dahin hatte ich erst eine Banane gegessen und ½ Tasse Kaffee noch im Hotel am Frühstücksbuffet getrunken und eigentlich ging es mir gut – bis ich auf der Bühne stand. Als wir uns schön in Reih und Glied aufgestellt hatten bekam ich plötzlich heftigste Magenkrämpfe und mir wurde speiübel. Woran es lag, kann ich nicht mal sagen. Gefühlt war ich nicht aufgeregt und Hunger hatte ich auch keinen, aber eine Mischung aus beiden Gegenteilen wird es wohl gewesen sein. Jedenfalls habe ich mich so denkbar schlecht dargestellt auf der Bühne. Ich bekam keinen Pump in die Posen und keine richtige Spannung. Das war schon recht frustrierend. Selbst das Stehen auf der Line war mächtig anstrengend. Dazu kamen die gefühlten 60 °C Lufttemperatur durch die Scheinwerfer. Mir lief das Restwasser aus allen Poren. Das Finale begann abends mit dem Einmarsch der Nationen – alle Athleten auf der Bühne. Das war schon sehr imposant. Meine Klasse war dann gegen 21:00 Uhr zum zweiten Mal draußen.  Ich bekam eine wirklich schöne Medaille und durfte duschen. Damit war meine erste Weltmeisterschaft vorbei. Wir haben dann noch kräftig unsere anderen Athleten angefeuert. Insgesamt hat der deutsche Kader mit vielen guten und sehr guten Platzierungen gepunktet. Die Veranstaltung war gegen 23:00 Uhr zu ende und eigentlich hatte der Vorstand geplant, dass wir uns noch beim Caterer treffen und gemeinsam etwas essen oder trinken. Prinzipiell eine tolle Idee. Aber die waren auch eine halbe Stunde später mit ihren Nachbereitungen noch nicht fertig, wir dafür aber stehend k.o. Daher brachte der Bus schon mal die erste Fuhre ins Hotel. Dort saßen wir noch ein wenig mit einem Absacker auf der Terrasse – mit mehr oder weniger Hunger. Denn nicht alle hatten sich schon ausreichend gestärkt und unterwegs hatte bereits alles zu – wie auch im Hotel. Allerdings haben alle die Nacht überlebt – was man von dem Frühstücksbuffet nicht behaupten konnte. Unglücklicherweise war das Hotelpersonal nach dem sehr moderaten Ausgang des Frühstücks am Samstag nicht auf die „7 – köpfigen Raupen“ am Sonntag gefasst und vorbereitet. Sie mussten sehr häufig komplett nachlegen und die Gesichter wurden mit jeder Runde länger. Satt geworden sind aber glaube ich trotzdem alle. Punkt 11:00 Uhr ging es dann wieder los gen Heimat, mit Zwischenstop zum Umsteigen und Verabschieden in Bornheim. Nach drei erfolglosen Versuchen, bei den McD’s an der Autobahn zeitnah Abendbrot essen zu können, waren wir 21:15 Uhr auch endlich zu hause. Mein Papa hatte inzwischen schon den Lütten vorbei gebracht und ins Bett gesteckt.

Müde, kaputt und mit total platt gesessenem Hintern fielen wir kurze Zeit später auch ins Bett. Das war eine tolle Wettkampfsaison für mich. Ich habe viel gelernt, viel erlebt und viele nette Leute kennen gelernt.

Also möchte ich allen danken, die mich durch diese Saison begleitet haben. An erster Stelle natürlich meine „Männer“, die geduldig alle Launen ertragen haben. Außerdem bedanke ich mich bei meinen Eltern und Schwiegereltern, die sich mit dem „komischen“ Essen abgefunden haben und uns immer unterstützen, wenn es um den Lütten und dessen Unterbringung und Betreuung geht. Abschließen danke ich allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben – sei es mit Daumen drücken, E-Mails oder SMS, guten Wünschen und aufbauenden Worten.

Ich wünsche euch alles Gute und weiterhin viel Spaß am Sport.

 

PS: Gestern hatte ich mein erstes schweres Training wieder und heute habe ich tierisch Muskelkater in Rücken, Brust und Beinen. Klasse! ;-)

Mai 29

So, die letzte Woche davor hab ich geschafft. Ich hatte mich Anfang der Woche so richtig voll gesaugt vom Essen am Wochenende. Auf der Waage gab das ein Plus von satten 6 kg – der Hammer, oder?? Es dauerte auch ein wenig länger als beim letzten Mal, da wieder unter zu kommen, aber inzwischen bin ich sogar 1 kg unter meinem Gewicht von vor 14 Tagen – und die Körperwaage im Fitnesscenter Harrislee sagt, das ich nur ein paar Gramm Muskelmasse verloren habe. Dafür hab ich auch bis zum Erbrechen Cardio abgerissen – 3 Einheiten am Tag, insgesamt ca. 2 – 3 Stunden und dazu noch täglich eine Krafteinheit. Jetzt bin ich auch wirklich körperlich am Ende. Am Freitag waren Dirk und ich noch in Hamburg – wir wollten mal im Sportstudio Hamburg vorbeischauen, Dirk war beim Doc und hat sich die Schulter behandeln lassen und bei Claus im Olympic waren wir auch noch. Ich habe fast beide Touren (Hin- und Rückfahrt) komplett verschlafen. Ich könnte schlafen, wo ich gehe und stehe – außer morgens am Wochenende – da bin ich leider schon immer recht früh hoch – und dann auch wieder früh müde. Heute hatte ich mein letztes Beintraining und fange wieder mit Aufwässern an. Meine Beine sind mittlerweile auch völlig platt. Aber heute Abend gibt es noch die 3. Einheit auf dem Bock. Morgen und Dienstag kommt zum Cardio noch das Entladetraining für den Oberkörper, und am Mittwoch nur noch Cardio. Da fahren wir dann auch Abends schon los zu meinen Eltern, um den Lütten abzugeben.Von dort am Donnerstag weiter nach Bochum und von dort wiederum Freitag morgen nach Bornheim, dort in den Bus und nach Differdange / Luxemburg. Das wird nochmal eine Mördertour. Ich muss zwar nicht fahren, aber die ganze Zeit im Auto hocken ist auch nicht wirklich witzig.

Damit habe ich dann mein Ziel für diese Wettkampfsaison erreicht. Ich fahre zur Weltmeisterschaft und ich habe meine Form von der Deutschen zur WM noch mal einen Tick verbessern können. Ich bin riesig stolz auf mich und meine Familie, die das alles mit mir durchgestanden hat.

Wie es auf der WM läuft, werden wir evtl. bei Facebook posten, wenn wir dort ein Netz finden können ;-)

Ich danke jetzt schon mal allen fürs Daumendrücken bisher und nehme auch gern jeden weiteren Daumen zur WM mit, der gedrückt wird.

Mai 28
Mai 24

Jippie!! Ich habs geschafft! Ich hab den Titel und die WM-Qualifikation – so, wie es mein Ziel war für diese Saison.

Aber von Anfang an: Die Woche war soweit ok. Dirk musste zwar Montag sehr früh los, aber Nik hat mich unheimlich unterstützt. Ein wirklich gutes Gefühl hatte ich nicht, aber der Blick in den Spiegel war in Ordnung. Ab Montag stand wieder nur Eiweiß auf dem Plan. Ansonsten viel Radfahren und Ganzkörpertraining. Beine waren am letzten Sonntag letztmalig dran. Am Sonntag ging es auch wieder mit dem Aufwässern los. Am Donnerstag gab es endlich wieder Kohlehydrate und ein lockeres Oberkörpertraining, um diese auch in die Muskeln zu bekommen. Freitag ging es zum Frisör und zum Farbe Aufsprühen. Das ist tendenziell eine tolle Geschichte. Izabella hat das auch super gemacht. Leider hat es nicht ganz so gewirkt, wie ich es mir gewünscht hätte. Sie hat mir zwar die dunkelste Farbe verpasst, aber sie war nicht so dunkel, wie ich es erwartet hätte. Allerdings bekam auch gleich das Gesicht Farbe – was ja nun wieder gut war. Eventuell müsste man einfach 2 Durchgänge sprühen. Aber Izabella war sehr begeistert von ihrer Arbeit und ist auch sehr interessiert daran, gerade Bodybuilder für Wettkämpfe einzusprühen. Sie hat auch entsprechende Farben mit Gold- und Bronzeakzenten, die als Finish aufgetragen werden. Das wäre natürlich direkt vor dem Wettkampf, also nach der Athletenanmeldung optimal. Sie würde auch mit ihrem Mann zu den Wettkämpfen kommen und dort arbeiten. Mal sehen, ob da was machbar ist. Praktisch ist es auf jeden Fall. Dirk musste dann in Cuxhaven nur noch die „Klatschfarbe“ draufschmieren. Donnerstag war schon hart. Ich hatte ganz gut Hunger, aber es gab noch genug zu trinken, aber kein Salz mehr. Freitag war noch schlimmer. Ich hatte mir meinen Reis vorgekocht, und so lange ich unterwegs war, gabs auch keine Probleme, aber zu hause hätte ich mal wieder ein halbes Schwein auf Toast verdrücken können – und es war keiner da, der mich daran hindern konnte. Ich musste mich also allein zügeln. Ist mir auch zum großen Teil gelungen. Mein Auftrag war, die Streifen im Blick zu behalten und bei Verschwinden sofort das Laden einzustellen. Aber die blieben zum Glück.

Am Samstag hat dann aber auch alles gepasst. Die Sonne schien, die Fahrt war zügig und wir waren kurz nach 10:00 Uhr vor Ort. Cuxhaven ist schon eine ganz besonders angenehme Location. Wir hatten diesmal für die Mädels eine schöne große Umkleide mit eigenem WC und Dusche drin. Nach dem „Einrichten“ haben wir uns erstmal die Beine vertreten und einen Kaffee getrunken. Wasser war gerade weg, sagten uns welche, die nachgesehen hatten. Daher lohnte sich der Weg auch nicht, aber es kommt ja immer wieder … Zuerst war irgendwie noch sooo viel Zeit, bis ich dran war, aber auf einmal ging es ganz schnell. Dirk musste die Farbe im Schnelldurchlauf draufbringen und ich hab es nicht mal geschafft, meine Haare vernünftig hochzustecken. Egal, es lief dennoch super. Aus unserem Studio hat es natürlich mal wieder keiner geschafft, zum Zuschauen zu kommen. Da ist immer in der ersten Euphorie die Begeisterung groß, und die rechnen schon, wie viele Autos sie brauchen, aber nachher haben auf einmal alle was anderes viel wichtigeres vor. Aber die „Hamburger“ vom Sportstudio Hamburg haben uns schon fast „adoptiert“ und haben mich ganz ordentlich angefeuert. Das tut wirklich gut, wenn man da oben steht. Im Allgemeinen ist das Publikum nämlich eher von der stillen Sorte. Leider war die Meisterschaft generell nicht sehr gut besucht. Das lag wahrscheinlich am Austragungsort. Für uns war es quasi ein Heimspiel, was uns riesig gefreut hat. Wir mussten mal nicht durch die halbe Republik reisen, aber anderen ist das wohl zu viel Aufwand. Kann ich gar nicht verstehen. Einerseits ist Cuxhaven und Umgebung einfach herrlich – schon eher ein kleiner Urlaub. Und andererseits müssen wir aus dem Norden ja sonst auch immer weit fahren, das war also nur einmal „ausgleichende Gerechtigkeit“.

Ich hatte jedenfalls Riesenspaß und einen wunderbaren Tag und bekam zum Geburtstag einen Pokal. Außerdem ein Scampi-Baguette und 2 Wraps bei McD ;-)

Mai 15

und weiter geht’s! Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Also geht es am Montag gleich weiter mit der Vorbereitung auf den nächsten. Morgens eine halbe Stunde aufs Rad, abends eine Stunde und dazwischen Krafttraining. Dies gestaltet sich allerdings äußerst frustrierend, da ich kaum noch Gewicht bewegen kann. Ich trainiere in jeder Einheit den ganzen Körper – angefangen mit den Beinen (3 Sätze a 20 Wdh). Ich bearbeite jede Musklegruppe mit 2 Übungen im Supersatz, aber nur 2 Durchgänge auf hohe Wiederholungszahl. Das dauert dann auch knapp eine Stunde und reicht mir völlig! In der Ernährung wechsle ich zwischen 2 Eiweiß- und einem wenig – Kohlehydrattag. Irgendwie fehlte mir Anfang der Woche jegliches Körpergefühl. Ich hatte den Eindruck, durch das Essen sofort wieder fett geworden zu sein. Am Montag zeigte die Waage 79 kg – 5 mehr als am Wettkampftag. Das ist schon heftig! Ich war total unzufrieden und gefrustet. Aber im Laufe der Woche wurde es etwas besser. Das Gewicht ging wieder runter und meine Laune hoch. Heute ist Sonntag und mein letztes Beintraining. Außerdem beginnt das Aufwässern wieder. Zudem sind heute die Ost- und Westdeutsche Meisterschaft. Ich bin gespannt auf das Starterfeld und auf meine Konkurrentinnen in der nächsten Woche. Dummerweise ist Dirk die ganze Woche nicht da. Das ist nicht gut für meine Trainigszeit, aber schlimmer ist der Kopf. Es ist schon ganz nett, wenn man jemanden neben sich hat, der mal einen Blick auf einen wirft und das Vorankommen kommentiert. Ich selbst habe da völlig den Blick für Veränderungen verloren. Nun ja, muss ich mich halt allein durch die nächste Woche beißen. Da dann Zeit wieder absolute Mangelware sein wird, schaffe ich es voraussichtlich auch nicht, noch einen Blog zu schreiben, aber wer weiß… Falls nicht, bitte ich euch hiermit schon mal ums Daumendrücken für den 21. – ich denke, ich kann jeden einzelnen gebrauchen ;-)

Mai 15

Der 1. große Tag konnte recht entspannt starten. Es ging erst 14:00 Uhr mit der Athletenanmeldung los, und das Navi war der Meinung, die Strecke ist in 3,5 h zu schaffen. Weil wir so früh fertig waren und alles gepackt war, sind wir schon gegen 09:00 Uhr los, haben ein paar Pausen gemacht und sind ganz in Ruhe die A 7 runter „gerutscht“. Aber wir waren bei weitem nicht die Ersten. Es war toll, Leute wieder zu treffen, die wir schon von den letzten Wettkämpfen kannten. Außerdem haben wir neue – sehr nette und interessante – kennengelernt. Das Orga-Team war voll auf Draht! Die sind immer super durchorganisiert, nett und freundlich. Das Starten beim NAC macht einfach immer Spaß! Den hatten wir Mädels auch hinter der Bühne. Die Ergebnisse sind inzwischen ja auch überall veröffentlicht. Was soll ich sagen: Wir drei Mädels haben jeweils unsere Klassen gewonnen! Wenn das kein Superergebnis ist?! ;-) Das Starterfeld war enorm groß in diesem Jahr. In den letzten Jahren waren im Norden immer so um die 20 Athleten am Start. Diesmal waren es weit mehr als das Doppelte. Dementsprechen dauerte die Veranstaltung auch etwas länger als gewohnt. Die Wartezeiten sind immer etwas nervig, aber mit angenehmer Gesellschaft in der Kammer und netten Gesprächen im Saal verging die Zeit doch erstaunlich schnell.

Das Abendessen war traumhaft! Wir hatten nach Dirks Start im Herbst ein Italienisches Bistro entdeckt, die ein phantastisches Bruscetta zaubern. Da waren wir auch wieder, und außerdem gab es für mich eine Krabbenpizza. Einfach genial!

Sonntag durfte ich noch frühstücken. Wie jeden Sonntag fuhren wir als auf dem Weg zum Training zum Bäcker. Seit ca. 4 Monaten freue ich mich auf die Laugenstangen von Hansens Bäckerei zum Frühstück. Nun war ja leider Muttertag, und alle Männer und Kinder offensichtlich morgens früh aus dem Haus getrieben worden, um frische Brötchen zu holen. Der Bäcker war wie ausgeraubt. Als wir ankamen, lagen noch genau 4 Laugenstangen im Korb. Der Mann weiß bis heute nicht, wie dicht er vor seinem vorzeitigen Ableben stand! Nur meine körperliche Erschöpfung und mein völlig unausgeschlafener Geist haben schlimmeres verhindert. Also gab es nur eine Stange für mich. Aber es war trotzdem traumhaft – ganz im Gegenteil zum Training. Das war extrem anstrengend und das trotz der „Mädchengewichte“, die ich verwendete. Nach dem Frühstück bin ich gleich wieder auf die Couch und hab die Augen zu gemacht. Den Rest des Tages habe ich dann auch sehr genossen…

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Mai 13

Wieder einmal muss ich ein großes ENTSCHULDIGUNG vorausschicken, aber Zeit war in den letzten Wochen absolute Mangelware bei mir.

Die Woche nach Ostern verlief ganz ruhig. Bis auf die Tatsache, dass mein Wecker noch eine halbe Stunde eher klingelte, damit ich vor der Arbeit noch aufs Rad konnte. 04:30 Uhr ist schon eine sehr unchristliche Zeit! (Ich weiß, es gibt Berufszweige, das muss man noch eher hoch, aber für mich ist das schon echt grenzwertig!) Nachmittags dann das reguläre Krafttraining und abends noch mal eine Stunde an die Luft zum Walken. Da bleibt keine Zeit mehr für links oder rechts… Allerdings hab ich gleich am Dienstag meinen inneren Schweinehund mächtig an die Kandarre nehmen müssen. Ich war mit Freunden verabredet, um einen 30. Geburtstag zu planen. Mein Hühnchen hatte ich brav dabei, aber da stand so leckeres  Fingerfood auf dem Tisch und hinterher ein riesiger Berg Naschi L, aber ich hab’s schadlos überstanden. Mein absolutes Motivationshighlight in der Woche war der Freitag. Da bin ich mit Peter und Willi nach Sonderburg (Dänemark) gefahren. Dort sollte Helle Nielson einen Gastauftritt machen und wir wollten vorher ein wenig trainieren. Das „Fitness World“ ist ein Klasse Studio! Richtig groß und mit eigenem Hardcorebereich. Die Jungs dort waren süß! Die liefen echt fast alle oben ohne rum. Viel Eisen, harte Mucke (also in diesem Fall Musik), ein Powerrack und viiiiel Testosteron in der Luft ;-) . Hat Spaß gemacht, dort zu trainieren. Helles Auftritt war der Hammer! Sie sieht toll aus! Wir haben noch ein wenig geschnackt und ein paar Fotos gemacht (vielleicht kommt eins hier mit zum Artikel – Peter ist leider nicht so ein begnadeter Fotograph  ; -) ).Am Sonntag ging es dann los mit dem Aufwässern. Salz und Fisch wurden gestrichen. Damit macht es nicht mal mehr Spaß das zu essen, was ich noch darf L. Am Montag hatte ich mein letztes Beintraining. Die letzte Woche gefällt mir dahingehend immer fast am besten – nach der Keulerei der letzten Monate darf man jetzt „faulenzen“ – ok, das Beintraining war noch mal hart und auch den Oberkörper hab ich einmal leer gemacht, aber dann ist nur noch lockeres Pumpen angesagt. Ab Mittwoch gingen dann alle Supplemente raus, es gab nur noch Hähnchenfleisch und trinken wurde mehr als halbiert. Donnerstag hatte Dirk Geburtstag und ich habe es sogar ohne Schäden für Körper und Geist geschafft, ihm seinen Geburtstagspudding zu kochen. Dafür durfte ich mir am Freitag 50 g Reis kochen. Vormittags hab ich in der Hütte gewirbelt – aufgeräumt, sauber gemacht usw. Nach 4 Stunden war ich völlig fertig. Hausfrauenarbeit ist echt hart! Außerdem bekam ich nachmittags noch 2 Schichten Farbe drauf, Koffer packen, zu Bett. Viel mehr war einfach auch gar nicht drin.

Apr 24

Nun beginnt die Trainingswoche in Bochum. Thilo hatte mich am Freitag mal angeschaut und war der Meinung: passt alles so, es müssten nur ca. noch 6 kg runter. 2 sind übers Wochenende schon flöten gegangen. Morgens gehe ich immer eine Stunde waggen oder jolken (also eine Mischung aus walken und joggen). Thilo meinte: Fettverbrennung, 1 Stunde, Puls bei ca. 120 Schlägen. So versuche ich das. Montags waren wir im „Alma“ zum Training. Am Dienstag hatte ich dann mit Siggi von www.Fibofoto.de den Termin für das Fotoshooting vereinbart. Wir haben im Studio angefangen und sind dann noch ins Hertener Schloss gefahren. In einer Ruine, im Park und am Schloss entstanden tolle Fotos, die ihr demnächst auf o.a. Seite sehen könnt (leider hat Dirk noch keine Galerie auf meine Seite basteln können…).  Die Zusammenarbeit mit Siggi war toll! Er hat einen guten Blick, kann einen in die richtige Position dirigieren und bleibt immer ruhig. Ich hatte jedenfalls richtig viel Spaß und ich denke, Siggi war ganz zufrieden mit mir. Wir waren 4 Stunden nur mit den Fotos zu Gange und abends war ich total fertig. Zwischendurch hatte Katrin sich noch meine Kür angeschaut. Ich hatte sie darum gebeten, falls sie noch Verbesserungsvorschläge hat. Grundsätzlich war sie einverstanden, hatte aber noch ein paar gute Tipps für mich, über die ich mich richtig gefreut habe.

Für die Trainingsfotos waren wir dann am Mittwoch verabredet. Ich wollte vorher trainieren, und auch Siggi kam dann schon eine Stunde eher und hat ein paar Clips von meinem Training aufgenommen. Anschließend haben wir noch die Bilder gemacht. Diesmal war es nicht ganz so lange. Das spart natürlich das Posingtraining. Besser kann man kaum üben.

Die ganze Woche bin ich gleich morgens eine knappe Stunde „jolken“ und abends nochmal eine bzw. anderthalb Stunde walken. Wenn ich um den Kemnader See gehe, brauche ich die 1,5 h. Auch sonst sind wir meinst den ganzen Tag auf den Beinen: im Schwimmbad, im Gelsenkirchener Zoo, auf der Henrichshütte, im Garten oder Shoppen. Das tut mir alles sehr gut. Hab was um die Ohren, bin abgelenkt und durch die sommerlich heißen Temperaturen hab ich auch nicht viel Hunger. Jetzt muss ich nur noch die Osterfeiertage mit dem vielen Essen um mich herum gut überstehen. Am Montag fahren wir wieder nach Hause und dann geht der alte Trott wieder los – weniger als 2 Wochen bis zur Norddeutschen. Fotos reiche ich später nach.

Bis dahin: FROHE OSTERN!!!

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